Ursprung des Törggelen

Der Begriff „Törggelen“ geht auf den Lateinischen Begriff „torquere“, der so viel wie „pressen“ bedeutet, zurück. Der Name stammt von Torrgl ab, wie der Raum genannt wurde, indem die Weinpresse stand.

Woher die alte Tradition aber wirklich kommt, ist nicht bekannt. Man geht davon aus, dass Törggelen seinen Ursprung im Eisacktal hat, denn dort trafen sich Händler und Weinbauern und verkosteten den Neuwein.
Eine andere Theorie behauptet, Törggelen sei der Abschluss eines Tauschhandels zwischen Vieh- und Weinbauern. Denn die Viehbauern kümmerten sich um das Vieh der Weinbauern und wurden dafür eingeladen, den neuen Wein zu probieren.
Eine dritte Behauptung besagt, das Törggele-Menü sei als Dank für die fleißigen Erntehelfer bereitet worden.
Aber wo auch immer die Tradition ursprünglich herkommt, auch heute noch wird jedes Jahr im Herbst das traditionelle Fest gefeiert.

Heute feiert man das traditionelle Törggelen in einem „Buschenschank“. Bereits im Mittelalter gab es eine Art Gastlokal, in denen Speisen angeboten wurden. Diese Schanken hatten aber nicht ganzjährig geöffnet und so hängten die Bauern Wacholdersträuße, „Buschen“, an ihre Tür, um zu zeigen, dass Weinverkostung möglich war. Aus diesem Zusammenhang rührt der Name „Buschenschank“.

Törggelen - TippHotel Penserhof in Sarntheim

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Gerstensuppe

Deftig und wärmend sollen die Suppen sein, so wie die traditionelle Gerstensuppe. Die Gerstensuppe, oder Gerstsuppe, darf bei einem echten Törggelen absolut nicht fehlen. Die Gerste wird lange in Wasser und mit einer Schweinshaxe oder würzigem Südtiroler Speck und Gemüse gekocht, damit das Getreide dicklich und breiig wird. Je länger sie gekocht wird, umso cremiger wird die Suppe. Die Suppe wärmt nicht nur in den frischen Herbststunden sondern sie schmeckt auch lecker. Nach einer solchen Mahlzeit können wir versichern, dass Sie auch etwas für ihr Wohlergehen getan haben. Denn Gerste beruhigt den Magen, und  sorgt auch für die Entgiftung.

Schlutzkrapfen

Die halbmondförmigen Teigtaschen gefüllt mit Spinat sind eine äußerst beliebte Speise in Südtirol. Die Spinatfüllung ist sehr lecker und einfach zuzubereiten: Spinat kochen und fein hacken, fein geschnitten Zwiebel rösten, Topfen und Parmesan unterrühren und abschließend den Spinat mit Salz und Muskat würzen. Schlutzkrapfen werden ähnlich wie die süßen Krapfen aus einem Teig aus Roggen- und Weizenmehl hergestellt, mit würzigem und gekochtem Spinat gefüllt und kurz in kochend heißes Wasser abgebrüht. Eine Portion Schlutzkrapfen mit zerlassener Salbeibutter und Parmesan ist ein wahrer Genuss.

Knödel

Die Knödel  stehen als Hauptspeise ganz oben auf der Karte. Der Knödel – besteht vor allem aus Knödelbrot – ist Hauptnahrungsgericht vieler Südtiroler und kann auch für sich als Mahlzeit genossen werden. Den Knödel kann man in vielen verschiedenen Variationen genießen. Bei Törggelen werden die Speck-, Spinat- und Kasknödel den Ronen-oder Serviettenknödel bevorzugt.  Wir aber lieben den traditionellen Speckknödel, den man zu einer kräftigen Fleischsuppe oder als Beilage zu Schweinsbraten, oder als Hauptgericht zu Krautsalat essen kann. Die Zutaten: Südtiroler Speck, Weißbrot, Mehl, Zwiebeln, Schnittlauch, Eier, Milch und Salz.

Surfleisch und Sauerkraut

Nach einer herzhaften Vorspeise, welche Schlutzkrapfen, Knödel oder beides enthalten kann, kommen wir zum klassischen Hauptgericht für unser herbstliches Törggelen: Sauerkraut  Blutwürste, Hauswürste, Schweinshaxn und gekochter Speck erfreuen euren Gaumen. Besonders beliebt ist das würzige Schweinefleisch. Um das bekannte Surfleisch handelt es sich, wenn das Schweinefleisch in einer besonders gewürzten Sülze gelegen hat. Neben all diesen Köstlichkeiten dürfen die “Erdäpfelblattlen”, in Öl gebackene fein geschnitten Kartoffelteigscheibennicht fehlen. Schlachtplatte nennt man die ganze Platte.

Kastanien

Was wäre es für ein Törggelen ohne abschließend die berühmten Kastanien oder sogenannten „Keschtn“ zu genießen?  Zwischen Ende September und Anfang Oktober sind die Kastanien reif und können, von ihren bräunlichen stacheligen Hüllen befreit, vom Erdboden aufgehoben werden. Die sogenannte Edelkastanie ist eine nussförmige Frucht die in der Natur wächst und wer die richtigen Plätze kennt, kommt nach einem kurzen Ausflug schon mit einem Sack voll Keschtn nach Hause. Die Kastanien werden beim Törggelen gebraten und mit Butter und süßen Most aufgetischt. Sie bilden meist den Abschluss einer reichlichen und häufig kräftigen Mahlzeit.

Wein

Südtirol bietet nicht nur die idealen Bedingungen für die Fruchtbarkeit der Kastanien sondern auch für das hervorragende Gedeihen der blauen Reben. In Südtirol wird während der Törggelezeit der Wein in „Siaser“ und „Nuien“ unterteilt. Der „Siase“ ist der sogenannte Most der blauen Trauben, der im Anfangsstadium der Gärung steht. Der „Nuie“ Wein ist der Wein der in einem späteren Stadium der Fermentation steht, dieser Wein ist ein Ergebnis des Jahres und wird innerhalb weniger Monate getrunken. Beide Rebensäfte vervollständigen ein Törggelen exzellent. Zu den gerösteten Kastanien mundet der süße und süffige Most außerordentlich gut.